ORAC = Oxygen Radical Absorbance Capacity
Der ORAC ist ein Verfahren zur Messung der antioxidativen Eigenschaften von Pflanzenextrakten, Nahrungsmitteln und anderen biologischen Substanzen.

Je höher der ORAC-Wert, desto mehr freie Radikale werden pro Gramm Substanz neutralisiert.

ORAC Werte sind nur vergleichbar, wenn die gleichen Bedingungen bei der Messung eingehalten werden (z.B. Fluorescein als Indikatormolekül). Eine gebräuchliche Einheit ist „micromol Trolox-Equivalent pro Gramm“, abgekürzt µmole TE/g.

Vorteil der ORAC-Methode: Es können Äpfel mit Birnen verglichen werden.
Nachteil: Es wird nur die Kapazität gemessen („wie viele Radikale“) und nicht die Mächtigkeit („wie stark“).
Nachteil 2: Der ORAC misst im wässrigen Milieu. Bei fettlöslichen Antioxidantien müssen andere Methoden verwendet werden.

Beispiele von ORAC-Werten
Gutes Traubenkernextrakt mit 40% OPC: > 17’000 µmole TE/g
Rotweinextrakt: > 12’000 µmole TE/g
Pinienrindenextrakt: 7’200 µmole TE/g
Heidelbeerextrakt: 8’100 µmole TE/g
Grüntee-Extrakt (50% Polyphenole, 25-30 % Catechin, EGCG): 5’000 µmole TE/g
Vitamin C: 3’000 µmole TE/g
Vitamin E: 1’160 µmole TE/g

Anmerkung:
Verschiedene Antioxidanzien wirken an verschiedenen Stellen im Körper (z.B. fettlösliche/wasserlösliche Antioxidanzien). Manche Antioxidanzien haben noch zusätzliche Fähigkeiten (z.B. die kollagenstabilisierende Wirkung von OPC). Der ORAC-Wert berücksichtigt diese speziellen Eigenschaften nicht.
Der ORAC-Wert ist eine im Labor gemessene Grösse und hat als solches keinen direkten gesundheitlichen Aussagewert.